Saurer Kolonnenwäscher und nachfolgende Oxidation mit regenerativer Wärmerückgewinnung (RTO) für Mechanisch Biologische Abfallbehandlung (MBA)

Referenzen
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Abluftvolumenstrom  2 x 20.000 Nm3/h + 20.000 Nm3/h als Erweiterung
Schadstoffe Ammoniak, Kohlenwasserstoffe, Geruchsstoffe
Rohgasbeladung
ca. 100 mg/m3 TOC, 10.000 GE/Nm3

Aufgabenstellung

Zum Betrieb von Mechanisch Biologischen Abfallbehandlungsanlagen müssen die hohen Anforderungen der 30. BImSchV bezüglich der Emissionswerte eingehalten werden. Eine kontinuierliche Emissionsmessung überwacht eine maximale Emissionsüberschreitung von 96 h/a. Zusätzlich bestand die behördliche Forderung einer Mindestverweilzeit von 2 s in der Brennkammer.

Lösung / Besonderheiten

Vorstudien und vergleichbare Anwendungen zeigten, dass nur eine Kombination aus saurem Wäscher und nachfolgender Oxidation in einer 3-Kammer RTO-Anlage die Emissionsanforderungen der 30. BImSchV erfüllen kann. Im sauren Wäscher wird Ammoniak abgeschieden, damit daraus in der Brennkammer der RTO kein Lachgas gebildet wird. Die 3-Kammer RTO-Anlage vom Typ ROXITHERM RTK reduziert die Kohlenwasserstoffe auf Werte weit unterhalb der TA-Luft-Werte.

Zur Erreichung der geforderten Verfügbarkeit ist eine redundante Anlagenausführung erforderlich. Durch eine spätere Anlagenerweiterung hat sich in diesem Fall sogar eine 3-fach Anordnung ergeben. Diese ermöglicht die Abschaltung einer kompletten Linie ohne Reduzierung des Gesamtvolumenstromes, was sich als sehr vorteilhaft herausstellte.

In der Abluft von Abfallbehandlungsanlagen befinden sich siliziumorganische Verbindungen, die in der Brennkammer zwangsläufig zum staubförmigen Feststoff SiO2 oxidieren. Dieser Feststoff kann die Wärmetauscher verstopfen, die in gewissen Zeitabständen gereinigt werden müssen.

Zur Nutzung des auf dem Gelände verfügbaren Deponiegases sind die 3 Linien neben den üblichen Gasbrennern mit Gaslanzen in den Brennkammern ausgestattet. So kann je nach Bedarf zwischen zwei unterschiedlichen Brenngasen gewechselt werden.

16.11.2009
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