Adsorptive Abluftreinigung mit Oxidation der aufkonzentrierten Desorptionsluft für Schleifmittelhersteller

Referenzen
Referenzen

Abluftvolumenstrom
40.000 Nm³/h
Schadstoff
Styrol
Rohgasbeladung
100 mg/m³ bis 800 mg/m³, Mittel 300 mg/m³

Aufgabenstellung

Bei der Herstellung von Schleifkörpern für die Gleitschlifftechnik werden Korundpartikel in Polyesterharz eingebettet. Beim Aushärten der Formteile entweicht ein Teil des als Lösemittel eingesetzten Styrols. Zur Einhaltung der Emissionsgrenzwerte sollte ein möglichst energieeffizientes System eingesetzt werden.

Lösung / Besonderheiten

Zur Elimination von Styrol aus der Abluft eignet sich prinzipiell die thermische Oxidation. Bei der thermischen Reinigung des gesamten Abluftvolumenstromes mit geringer Lösemittelkonzentration wäre jedoch ein sehr hoher Heizenergiebedarf notwendig. Um den Volumenstrom für die thermische Oxidation zu verkleinern wurde daher eine Aufkonzentration der Abluft gewählt. Ein mit Zeolithen ausgerüstetes Adsorptionsrad reinigt den Abluftvolumenstrom kontinuierlich durch Adsorption. Zur Desorption des Styrols aus den Zeolithen wird ein erwärmter Luftstrom mit nur einem Zehntel des ursprünglichen Abluftvolumenstromes eingesetzt. Auf diese Weise erhöht sich gleichzeitig die Styrolkonzentration in der Desorptionsluft auf das Zehnfache. Dieser kleine hochkonzentrierte Abluftstrom kann ohne zusätzlichen Bedarf an Heizenergie in einer thermischen Oxidationsanlage mit regenerativer Wärmerückgewinnung (RTO) gereinigt werden.

Allgemein
Die Aufkonzentrierung via Zeolithrotor mit anschließender thermischer Nachbehandlung eignet sich für eine Vielzahl von Anwendungen. Grundsätzlich stellt das Verfahren eine Möglichkeit dar, sehr große, schwach beladene Abluftströme wirtschaftlich zu behandeln.

19.11.2009
  • Noch Fragen?

    Noch Fragen?Für spezielle Lösungen stehen Ihnen unsere Ingenieure gerne zur Verfügung.
    Kontakt aufnehmen