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Flüchtige organische Verbindungen (VOC)

Unter der Sammelbezeichnung flüchtige organische Verbindungen (VOCs) versteht man kohlenstoffhaltige chemische Substanzen natürlichen und anthropogenen Ursprungs mit niedrigen Siedepunkten unter 250°C. VOCs sind organische Stoffe, die aufgrund ihres hohen Dampfdrucks häufig bereits bei Raumtemperatur in die Umgebungsluft verdampfen oder sublimieren.


VOCs bilden die Grundkomponenten der meisten Düfte und Gerüche, jedoch zählen auch solche Stoffe zu dieser Gruppe, die negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben können. Diese VOCs wirken in der Regel nicht direkt toxisch, können jedoch auf lange Sicht sowohl der Umwelt als auch der Gesundheit schaden.


Pro Jahr werden 142 Mt Kohlenstoff als anthropogene VOCs emittiert. Lacke und Farben sind eine der Hauptquellen dieser Emissionen, da oftmals Lösemittel erforderlich sind, um schützende oder dekorative Oberflächen zu schaffen. Die häufigsten VOCs sind aliphatische Kohlenwasserstoffe, Ethylacetat, Glykolether und Aceton. VOC-Emissionen sind in vielen Ländern gesetzlich geregelt und müssen durch ein geeignetes Abluftreinigungssystem auf festgelegte Grenzwerte reduziert werden.